Behindertenrechte

Der Kanton Zürich macht vorwärts

Der Regierungsrat hat im Juli 2019 die Umsetzung der Behindertenrechtskonvention (BRK) auf seine Agenda gesetzt. "Alle Bevölkerungsgruppen sind in eine vielfältiger werdende Gesellschaft eingebunden", so lautet das Legislaturziel für die Periode 2019-2023. Als Massnahme wurde vom Regierungsrat der Auftrag erteilt, einen Aktionsplan für die Umsetzung der UNO-BRK zu erarbeiten.

Die UNO-BRK verlangt, dass Menschen mit Behinderung bei Fragen und Prozessen, die sie betreffen, aktiv miteinbezogen werden. Um dieser Anforderung gerecht zu werden, verstärken das Kantonale Sozialamt und die Behindertenkonferenz Zürich (BKZ) ihre bis anhin schon bewährte Zusammenarbeit. 

Bereits im Januar 2019 wurde ein Impulstag zur UNO-BRK durchgeführt. Rund 80 Personen haben sich intensiv mit der Umsetzung der BRK im Kanton Zürich befasst. Verwaltung, Fachleute, Betroffene und Behindertenorganisationen konnten Wissen aufbauen und Erfahrungen austauschen. Organisiert wurde der Impulstag vom Kantonalen Sozialamt und der Behindertenkonferenz Kanton Zürich (BKZ).

Regierungsrat Mario Fehr: "Die UNO-BRK betrifft sämtliche Lebensbereiche und geht uns alle an. Der Kanton Zürich kann und soll sich verbessern. Der Impulstag förderte das gegen-seitige Verständnis."

Fachtagung zum Thema "Selbstbestimmtes Wohnen"

Am Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen, am 3. Dezember 2019, hat in Bern eine Tagung zum «selbstbestimmten Wohnen» stattgefunden. Über 130 Teilnehmende von Bund, Kantonen, Behindertenorganisationen, Branchenverbänden sowie Betroffene diskutierten unter anderem über flexiblere Angebote an Wohnraum, unterstützende Dienstleistungen, innovative Technologien und die Finanzierung des Wohnens.

Die Tagung des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen EBGB, des Bundesamtes für Sozialversicherungen BSV und der Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren SODK rückte mit dem «selbstbestimmten Wohnen» einen zentralen Aspekt der Gleichstellung in den Mittelpunkt.